E-Banking: Dreiste Betrüger....

E-Banking: Dreiste Betrüger....

E-Banking: Dreiste Betrüger attackieren mit Malware

Phishing ist out, Malware ist in: Der Bund warnt E-Banking-Kunden vor gezielten Angriffen mit bösartiger Software.


Gezielte Attacken mit Malware sind seit Frühling praktisch wie aus dem Nichts aufgetreten, wie die Melde- und Analysestelle für Informationssicherung (Melani) in ihrem Halbjahresbericht festhält. Dabei werden die E-Banking-Kunden per geschickt formuliertem Mail mit gefälschtem Absender angeschrieben. «Es gab dieses Jahr sicher schon einige 10000 solche Angriffe», so Melani-Leiter Ruedi Rytz. Etwa jedes 500ste wurde angeklickt. Über den Anhang oder einen Link wird dann auf dem Computer ein Programm installiert, das unsichtbar für den Benutzer beim nächsten E-Banking dem Dieb ermöglicht, das Konto zu leeren.

Die E-Mail-Adressen von E-Banking-Kunden werden wie andere Datensätze im Internet gehandelt. Laut Rytz ein aufwendiges, aber teilweise auch lukratives Geschäft. Rytz: «Es gibt Personen, die mit sehr detaillierten Daten bis zu 300000 Dollar verdienen.»

Noch gefährlicher sind die Drive-by-Infektionen. Dabei werden die bösartigen Programme auf Internetseiten installiert. Besuchte ein User die Seite, lädt er das Programm automatisch auf seinen Computer hinunter. In Italien waren etwa Websites von Hotels und Autovermietungen verseucht.

Aber nicht nur E-Banking-Kunden werden vermehrt attackiert, auch mittlere Industriebetriebe, der Bund sowie die Rüstungsindustrie sind – teilweise erfolgreich – Ziele krimineller Attacken.

Quelle: www.20min.ch