Google lanciert heute nicht wie erwartet ein Mobil
Google-Phone ist da: Es ist kein Handy
Google-Phone ist da: Es ist kein Handy
Google lanciert heute nicht wie erwartet ein Mobiltelefon, sondern ein Betriebssystem für Mobiltelefone – zusammen mit der «Open Handset Alliance». «Android» soll das Linux für Handys werden.
«Wo ist mein Gphone?» überschreibt Andy Rubin, Googles Chef der Abteilung mobile Plattformen, seinen Eintrag im offiziellen Google-Blog. Um dann anzufügen, seine Ankündigung – eine offene Plattform für Mobile Geräte namens «Android» – viel bedeutender sei als ein einziges Gerät. Sie soll die Basis für viele neue Handymodelle verschiedenster Hersteller werden.
«Gebt uns eine Woche oder so, und ihr kriegt eine Entwicklerumgebung», verspricht Rubin. Zusammen mit Motorola, Qualcomm, HTC, T-Mobile und weiteren rund 25 Partnern der «Open Handset Alliance» habe Google mit Android eine offene Plattform geschaffen, bestehend aus einem Betriebssystem, einer Benutzerschnittstelle und Anwendungen – alles, was ein Mobiltelefon brauche, aber ohne die Behinderungen einer proprietären Software.
Erste Geräte ab Mitte 2008
Es könne allerdings dauern, bis Anwender die ersten Vorteile der Plattform geniessen könnten, sagt Rubin: Die schnellsten Partner planen Geräte für die zweite Hälfte 2008.
Die Vorteile für Google liegen auf der Hand – der Suchgigant spielt eine führende Rolle in der Entwicklung der Plattform, die demnach wohl auch sachte auf seine Bedürfnisse in Sachen Mobile Werbung zugeschnitten sein wird.
Die Gerätehersteller profitieren, weil sie die Grundlagensoftware wohl kostenlos kriegen werden und auf die Arbeit einer grossen Gemeinschaft freier Programmierer hoffen dürfen.
Todesstoss für Palm OS?
Die Anwender kriegen bald Telefone, für die es im Internet rasch Tausende von Anwendungen zu finden geben wird, von denen so manche kostenlos sein dürften.
Zu den Verlierern könnte Blackberry, Microsoft (eher unwahrscheinlich – Windows mobile ist zwar ätzend, aber in der Corporate-Welt bereits weit verbreitet), aber jedenfalls jedenfalls Palm gehören, dessen OS damit wohl endgültig den Todesstoss kriegt.
Quelle: www.heute-online.ch