Google-Phone ist mehr als.....

Google-Phone ist mehr als.....

Google-Phone ist mehr als ein iPhone - Linux-Alternative zu Windows Mobile

Anwendungen, Inhalte und Dienste sollen offen sein - Keine Beschränkung durch Provider und Hersteller - Plattform statt Phone


Für lange Zeit schon hält der weltgrößte Suchmaschinenanbieter Google die Öffentlichkeit über seine Pläne zu Eroberung des Mobilfunkmarktes im Dunkeln. Über zwei Jahre arbeiten bereits Entwickler des Konzerns an einem geheimen Mobiltelefon-Projekt, berichtet aktuell die New York Times.

Kein iPhone

Aber das Google-Phone, sofern es überhaupt kommt, wird kein Abklatsch Apples iPhones sein. Immer deutlicher zeichnete sich in den letzten Wochen der Hintergrund Googles Bestreben ab. "Der wichtigste Punkt in Googles Strategie ist die Entwicklung eines Open Source-Konkurrenten zu Windows Mobile", sagt ein Branchen-Manager der US-Zeitung.

Linux mit Werbung

Ein offenes Betriebssystem, basierend auf Linux, wird das Fundament der Strategie. Es soll Anwendern die Möglichkeit bieten, alle beliebigen Applikationen und Online-Dienste nutzen zu können, ohne von Mobilfunk-Betreibern und Handy-Herstellern eingeschränkt zu werden. Auch Google-Anwendung fallen in diese Kategorie. Die Inhalte sollen dann von Anzeigen begleitet werden.

Kein eigenes Telefon

Analysten zweifeln auch daran, dass der Konzern tatsächlich ein eigenes Handset auf den Markt bringen wird. Eher würden Prototypen erstellt, die dann andere Handy-Hersteller als Referenz nutzen können. Erste Lösungen sollen noch dieses Jahr vorgestellt werden.

Offiziell

Bislang hält sich Google noch mit konkreten Details zurück. Dass im "mobilen Geschäft" allerdings die Zukunft liegt, hat man selbst schon des öfteren bestätigt, nicht nur mit dem Zukauf von Mobilfunklizenzen in den USA. "Wir haben größere Investitionen in den Bereich Mobiltelefone und Handy-Applikationen getätigt", sagte Konzernchef Eric Schmidt dieses Jahr in einem Interview.

Herausforderungen

Sollten die unbestätigten Vermutungen und Hinweise aus Unternehmens nahen Kreisen stimmen, gilt es für den Suchmaschinen-Anbieter vor allem zwei Aufgaben zu lösen. Zum Einen müsste man genügend Entwickler und Hersteller für sein Projekt gewinnen. Zum Anderen wird sich zeigen wie gut Google seine Vision an die Mobilfunk-Betreiber verkaufen kann.

Dorn im Auge

Das Werbe-finanzierte Konzept könnte den Providern ein Dorn im Auge sein. Schließlich haben sie Milliarden in den Ausbau neuer Netze investiert und wollen nun die Früchte ernten. Teil der Strategie war es bisher ausgewählte Inhalte zum Aufpreis anzubieten. Ein Modell, das mit "Googles Way" wohl kaum zusammen kommen wird.

Quelle: www.derstandard.at